Parodontologie
Parodontitis behandeln – Zähne fest im Leben
Warum Zahnfleischbluten ein wichtiges Warnsignal ist
Die Spreewaldpraxis in Lübben bietet umfassende Parodontitisdiagnostik und -therapie: PSI-Screening, digitale Taschentiefenmessung, Röntgendiagnostik, mikrobiologische Keimbestimmung und schonende Behandlung – für den langfristigen Erhalt Ihrer Zähne.
Gesunde Zähne brauchen ein festes Fundament. Die Parodontitis (im Volksmund oft Parodontose) ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates. Das Tückische daran: Sie verläuft oft jahrelang schmerzfrei und schleichend.
Viele Patienten bemerken die Erkrankung erst, wenn es fast zu spät ist – etwa wenn sich Zähne lockern, das Zahnfleisch zurückgeht oder sich schmerzhafte Abszesse bilden. Unbehandelt führt Parodontitis unweigerlich zum Verlust von Knochen und schließlich zum Zahnverlust. Zudem belastet die dauerhafte Entzündung den gesamten Organismus (z. B. Herz und Gefäße).
Warnsignale früh erkennen
Eine Parodontitis beginnt fast immer mit einer scheinbar harmlosen Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Achten Sie daher auf folgende Anzeichen:
- Zahnfleischbluten beim Putzen oder Essen
- Gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
- Unangenehmer Mundgeruch oder Geschmack
- Zähne, die sich länger anfühlen (Zahnfleischrückgang)
- Familienangehörige mit Parodontitis (genetische Disposition)
- Raucher sollten besonders aufmerksam sein – Rauchen maskiert Symptome, da das Zahnfleisch trotz Entzündung oft nicht blutet
Wie diagnostizieren wir Parodontitis?
1. PSI-Screening (Parodontaler Screening-Index): Mit einer speziellen Sonde messen wir an sechs Stellen pro Zahn die Tiefe der Zahnfleischtaschen. Gesundes Zahnfleisch weist Tiefen von 1–3 mm auf. Werte ab 4 mm deuten auf eine Entzündung hin, ab 6 mm liegt in der Regel eine fortgeschrittene Parodontitis vor.
2. Vollständiger Parodontalstatus: Bei auffälligem PSI erstellen wir einen detaillierten Befund: Taschentiefen an jeder einzelnen Zahnfläche, Blutung bei Sondierung, Zahnlockerungsgrade und Furkationsbefall (Knochenverlust im Bereich der Zahnwurzeln).
3. Röntgendiagnostik: Zahnfilme und bei Bedarf ein DVT (Digitaler Volumentomograph) zeigen den tatsächlichen Knochenabbau, der klinisch nicht sichtbar ist. So erkennen wir auch vertikale Knocheneinbrüche, die eine spezialisierte Therapie erfordern.
4. Mikrobiologische Keimbestimmung (auf Wunsch): Bei schweren oder therapieresistenten Formen entnehmen wir eine Probe aus den tiefsten Zahnfleischtaschen und lassen sie im Labor auf parodontalpathogene Bakterien untersuchen. Das Ergebnis ermöglicht eine gezielte, keimspezifische Therapie – in manchen Fällen unterstützt durch ein Antibiotikum.
Unser Ziel: Die Entzündung stoppen
Je früher wir eingreifen, desto besser können wir Ihr natürliches Lächeln bewahren. Unser Behandlungskonzept zielt darauf ab, die Bakterien in den Zahnfleischtaschen gründlich und schonend zu entfernen. So kann sich das Gewebe erholen und der Knochenabbau wird gestoppt.
Warum ist die Diagnostik so wichtig?
Parodontitis ist nicht nur ein Zahnproblem. Die chronische Entzündung steht in Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und weiteren systemischen Erkrankungen. Eine frühzeitige Diagnose schützt also nicht nur Ihre Zähne, sondern kann sich positiv auf Ihre Allgemeingesundheit auswirken.
Vorsorge ist Teamarbeit
Der beste Schutz ist eine starke Partnerschaft zwischen Ihnen und uns: Ihre gewissenhafte häusliche Mundhygiene, kombiniert mit unserer regelmäßigen Professionellen Zahnreinigung (PZR), entzieht den Bakterien den Nährboden. So geben wir der Parodontitis keine Chance.

