Wurzelspitzenresektionen

Wurzelspitzenresektionen

Wurzelspitzenresektion (WSR) – Zahnerhalt durch Chirurgie

Die Spreewaldpraxis in Lübben führt Wurzelspitzenresektionen (WSR) mit retrograder Füllung durch – um entzündete Zähne zu erhalten, wenn eine herkömmliche Wurzelbehandlung nicht ausreicht.

Unser oberstes Ziel ist es, Ihre natürlichen Zähne so lange wie möglich zu erhalten. Wenn sich jedoch die Spitze einer Zahnwurzel und der umgebende Knochen entzünden, stößt eine herkömmliche Wurzelbehandlung manchmal an ihre Grenzen.

In solchen Fällen ist die Wurzelspitzenresektion oft die letzte und effektivste Möglichkeit, den Zahn zu retten und eine Entfernung zu vermeiden.

Wann ist dieser Eingriff notwendig?

Wir raten zu diesem Schritt meist dann, wenn:

  • eine vorangegangene Wurzelkanalbehandlung nicht den gewünschten Heilungserfolg gebracht hat.
  • der Weg durch den Wurzelkanal „von oben" versperrt ist (z. B. durch abgebrochene Instrumente oder feste Stiftaufbauten).
  • sich an der Wurzelspitze eine Zyste oder chronische Entzündung gebildet hat.

Wie läuft die Behandlung ab?

Das Ziel ist ein bakteriendichter Verschluss der Wurzel, damit die Entzündung dauerhaft abheilen kann. Der Eingriff ist ein kleiner chirurgischer Routinevorgang, der meist unter lokaler Betäubung und völlig schmerzfrei erfolgt:

  1. Zugang schaffen: Wir öffnen das Zahnfleisch minimalinvasiv, um direkten Zugang zur entzündeten Wurzelspitze zu erhalten.
  2. Entfernung & Reinigung: Wir kappen die betroffene Wurzelspitze um wenige Millimeter und entfernen das entzündete Gewebe im Knochen sorgfältig.
  3. Versiegelung: Der Wurzelkanal wird gereinigt und – anders als bei der normalen Wurzelbehandlung – von unten (retrograd)bakteriendicht verschlossen.
  4. Heilung: Das Zahnfleisch wird vernäht. Der kleine Hohlraum im Knochen füllt sich zunächst mit einem Blutkoagel und verknöchert in den folgenden Monaten vollständig.

Ein stabiles Fundament für die Zukunft

Nach etwa sechs Monaten kontrollieren wir den Heilungserfolg mit einem Röntgenbild. Die gute Nachricht: Ein erfolgreich behandelter Zahn kann noch viele Jahre fest im Kiefer verbleiben und seine Funktion voll erfüllen. Er ist so stabil, dass er problemlos auch als Pfeiler für Brücken oder Prothesen genutzt werden kann.